Aufgaben des Straßenbaus
Das Straßennetz, welches sich über den Großteil des Erdballs erstreckt, erleichtert das tägliche Leben ungemein. Doch die Straßen müssen in Stand gehalten werden und es gibt ständig die Möglichkeit, das vorhandene Straßennetz zu erweitern. Diesen Aufgaben widmet sich der Straßenbau. Unter diesen Begriff fällt die Herstellung, Erhaltung und der Entwurf von Straßen. Doch nicht nur Straßen, auch Radwege und Bürgersteige fallen in das Tätigkeitsfeld. Außerhalb der Ortschaften besteht die Aufgabe jedoch nicht nur im Erhalt und der Erstellung von Verkehrswegebefestigungen. Auch die Fortsetzung der Stadtplanung fällt in das Aufgabenfeld des Straßenbaus. Innerstädtisch ist der Straßenbau für die Fortführung der Verkehrsplanung verantwortlich. Doch auch Bereiche wie Grundbau oder Brückenbau, die eigentlich unter Bauingenieurwesen fallen, müssen von den Straßenbauern beherrscht werden. Auch über die verschiedenen Materialien, die zum Bau einer Straße eingesetzt werden, müssen die Straßenbauer Bescheid wissen, denn Straßenbelag ist nicht gleich Straßenbelag. So gibt es zum Beispiel Schotter-, Asphalt- oder Betonbeläge. Doch bevor über den Belag einer Straße entschieden werden muss, muss zuerst ein Entwurf gemacht werden.
Der Straßenentwurf und die Planung
Ein umfassender Entwurf ist grundlegend für den Straßenbau. Dieser durchläuft mehrere Stufen und wird immer konkreter. Eine wichtige Rolle spielen dabei Punkte wie die Beseitigung eines Staurisikos oder die Verkehrsüberbelastung einer bestimmten Strecke. Wurde eine Trasse festgelegt, wird diese im Straßenentwurf verankert. Nun wird sie auf Umweltverträglichkeit und Verkehrssicherheit geprüft. Doch nicht nur diese Prüfung muss der Entwurf über sich ergehen lassen. Auch vielen internen Verwaltungsverfahren muss er sich stellen. Dort wird geprüft ob beispielsweise öffentliche Gelder fließen oder ob es eine Baugenehmigung gibt oder nicht. Anschließend wird die Maßnahme mit allen Parteien des Konfliktes abgestimmt, nach dem sie detailliert dargestellt wurde. Nun gibt es einen Planfeststellungsbeschluss und eine Baugenehmigung liegt vor. Ein detaillierter Bauentwurf wird ausgearbeitet und der Auftrag ausgeschrieben.
Die Straßenerhaltung
Wenn eine Straße dann fertiggestellt ist, kann sie befahren werden. Doch eine Straße ist kein Bauwerk für die Ewigkeit. Sie muss ständig gewartet und ausgebessert werden. Dieser Bereich des Straßenbaus wird als Straßenerhaltung bezeichnet. Unter diesen Begriff fallen alle Maßnahmen, die den Gebrauchswert eines befestigten Verkehrsweges erhalten und gewährleisten, dass der Verkehrsweg für die Verkehrsteilnehmer sicher ist. Für die Instandsetzung und Erhaltung eines Verkehrsweges sind mehrere Faktoren wichtig. So hängt die Lebensdauer einer Straße zum Beispiel von der Wahl der richtigen Maschinen und des richtigen Materials ab. Auch die Umweltbedingungen müssen berücksichtigt werden, denn Wettererscheinungen wie Regen oder Frost entscheiden maßgeblich über die Lebensdauer einer Straße.
