Ausbildung zum Dachdecker
Die Ausbildung zum Dachdecker dauert in der Regel drei Jahre, sie kann bei entsprechender Vorbildung (Praktika, Abitur oder Berufsausbildung in einem artverwandten Beruf) auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Nach einem bzw. eineinhalb Jahren findet eine Zwischenprüfung statt. Sollte man diese nicht bestehen, hat man die Möglichkeit sie zweimal zu wiederholen. Nach drei bzw. zweieinhalb Jahren findet die Abschlussprüfung vor der jeweiligen Industrie- und Handwerkskammer statt. Nach bestandener Prüfung erhält man den Gesellenbrief im Dachdeckerhandwerk. Die Prüfung besteht aus einem praktischen Teil und einem schriftlichen Teil.Es werden Fragen gestellt aus dem Bereich Wirtschafts- und Sozialkunde und natürlich wird Fachwissen abgefragt. Berechnen und erstellen von verschiedenen Dächern aus unterschiedlichen Materialien (Erstellung eines Gesellenstückes). Der schriftlichen und praktischen Prüfung kann ein mündlicher Teil folgen, wenn nicht klar ersichtlich ist, dass der Prüfling über ausreichendes Fachwissen verfügt. Auch diese Prüfung kann bei nicht bestehen zweimal wiederholt werden.
Fortbildungsmöglichkeiten des Dachdeckers
Nach bestandener Gesellenprüfung im Dachdeckerhandwerk kann man sich zum Dachdeckermeister fortbilden. Diese Fortbildung kann entweder in Vollzeit oder berufsbegleitend erfolgen. Die Kosten dafür hat man selbst zu tragen, jedoch kann bei der zuständigen Handwerkskammer ein Meister-Bafög beantragt werden. Meist wird ein Teil als Darlehen gewährt und bei entsprechenden Voraussetzungen der Rest erlassen. Die Gesamtkosten für die Ausbildung als Dachdeckermeister belaufen sich auf etwa 5.000 €. Nach Ende der Ausbildung erfolgt auch hier wieder eine Prüfung vor der Industrie- und Handwerkskammer (Erstellung eines Meisterstückes). Eine weitere Möglichkeit der Fortbildung ist die Ausbildung zu Techniker, hier für ist die Fachober- oder Fachhochschulreife erforderlich. Über weiterführende Zusatzausbildungen oder Fortbildungen informiert die zuständige Industrie- und Handwerkskammer oder auch die Agentur für Arbeit.
Tätigkeiten
Wer den Beruf des Dachdeckers ergreifen möchte muss schwindelfrei und von stabiler Gesundheit sein. Der Dachdecker arbeitet fast ausschließlich im freien und nicht selten in großen Höhen. Zu seinem Aufgabengebiet gehört das Planen und Erstellen von Dächern der verschiedensten Gebäude. Er hat Kenntnisse über die Dachformen die in der Region in der er arbeiten verbreitet sind und auch über die dort am häufigsten verwandten Dachabdeckungen. Er sollte über gute bis sehr gute mathematische Kenntnisse verfügen und ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen besitzen. Der Dachdecker konstruiert Dächer, mit und ohne Gauben und Vorsprüngen. Er sorgt dafür, dass neu erstellte Dächer und vorhandene Dächer dicht sind, dass Regenrinnen und Fallrohre vorschriftsmäßig erstellt und befestigt sind.
