Informationen rund um das Handwerk

Aufgaben der Handwerkskammer Berlin

Die Handwerkskammer Berlin ist eine Selbstverwaltungseinrichtung. Sie wird als Körperschaft des öffentlichen Rechts durch das Wirtschaftsministerium des Landes Berlin errichtet. Die Handwerkskammer Berlin vertritt sämtliche Interessen des Gesamthandwerks. Außerdem berät sie kompetent in allen Fragen rund um die Berufsausbildung. Sie begleitet Gesellen und Ausbilder über die gesamte Ausbildung hinweg und führt Prüfungen durch. Zur Zeit zählt die Handwerkskammer einen Mitgliederbestand von rund 33.248 Betrieben des Handwerks. Auch für Existenzgründer im Bereich Handwerk ist die Handwerkskammer erste Anlaufstelle. Sie berät und bietet zahlreiche Informationen rund um das Thema Neugründung.
Zentrales Organ der Handwerkskammer stellt die Vollversammlung dar. Diese besteht in Berlin aus insgesamt 54 Mitgliedern. 36 davon vertreten die Belange der Selbständigen und 18 von ihnen die der Arbeitnehmer. Weitere Organe der Handwerkskammer sind die Mitgliederversammlungen, Ausschüsse, der Präsident und der Vorstand. Die jeweilige Satzung der Handwerkskammer wird immer durch die Vollversammlung erlassen bzw. geändert und durch das Wirtschaftsministerium genehmigt. In der Öffentlichkeit wird die Handwerkskammer durch den Geschäftsführer und dem Präsidenten vertreten. Die Handwerkskammer Berlin hat ihren Sitz in der Blücherstr. 68 in 10961 Berlin. Weitere Informationen zum Beispiel zu den Öffnungszeiten und Serviceleistungen gibt es auf der Internetpräsenz www.hwk-berlin.de nachzulesen.

Was ist eine Handwerksordnung?

Die so genannte Handwerksordnung ist ein deutsches Bundesgesetz und regelt die Grundsätze für die Ausübung eines Handwerks. Außerdem enthält sie die rechtlichen Bestimmungen für die Berufsausbildung im Handwerk und den Meisterprüfungen. Eine Reihe von Vorschriften wie Bußgelder, Schluss- und Übergangsvorschriften sind in ihr enthalten. Die Handwerksordnung gehört zum Gewerberecht und trennt zwischen zulassungspflichtigen und zulassungsfreien Handwerk. Der Unterschied besteht darin, dass zulassungspflichtige Betriebe der Meisterpflicht unterstehen. Es bestehen aber auch hier Ausnahmeregelungen. So kann ein Betrieb beispielsweise nach sechsjähriger, selbständiger Handwerkstätigkeit auch ohne Sachkundeprüfung eingetragen werden, sofern dieses Unternehmen Mitglied eines EU- Landes ist.

Wer ist Mitglied in der Handwerkskammer?

Die Mitglieder der Handwerkskammer Berlin sind Inhaber von Handwerksbetrieben oder Betrieben die ein handwerksähnliches Gewerbe ausüben und ihren Geschäftssitz in Berlin haben. Aber nicht nur Inhaber sondern auch Gesellen und Arbeitnehmer sind Mitglied in der Handwerkskammer. Die genaue Regelung zur Mitgliedschaft ist im §90, Absatz 2 bis 4 der Handwerksordnung festgelegt. Alle Gewerbetreibende eines Handwerks völlig gleich ob sie nun zulassungspflichtig sind oder nicht, sind zugleich Pflichtmitglieder der Handwerkskammer. Viele Mitglieder empfinden die Pflichtmitgliedschaft in der Handwerkskammer als ungerechtfertigte Zwangsmaßnahme. Sie sehen keinen wirklichen Nutzen aus der Zahlung der hohen Pflichtbeiträge und fühlen sich nicht ausreichend unterstützt und im Stich gelassen.